| http://www.bielle.org
NOVEMBER 2006 - Il "Milione" americano di un Marco Polo odierno
„Journey of hope“ ist
die zweite Produktion des Venezianer Guido Marzorati, nach der 1999 im
Eigenverlag erschienen CD „Live At Home“. Unglaublich, schon
bei dieser zweiter Aufnahme, bietet uns Marzorati eine CD von bemerkenswerter
Reife an; bemerkenswert ist sowohl die Musik, als auch der Text. Den Texten
liegt offensichtlich das Thema der Reise zu Grunde, aber sie nehmen auch
immer wieder Bezug zu den kleinen Alltagsbegebenheiten, zu Liebe, zu Krieg.
Hervorragend unterstützt von seinen fantastischen „Blugos“
(Kürzel von Blues und Gospel), erklärt Marzorati seine Liebe
zu einigen amerikanischen 'Songwriters' aus den 70er Jahren, vor allem
zu Jackson Browne, aber auch zu Leonard Cohen und zu Springsteen’s
intimsten Rock.
Die CD vermittelt echten Rock. Wenige Stücke sind 'hard': das Erste
ist „Complainer’s Disease“, das von der weit verbreiteten,
schlechten Gewohnheit vieler Leute und vor allem Jugendlichen handelt,
die dem Leben träge, interesselos und nachlässig gegenüberstehen.
Genau das Gegenteil finden wir dann in der Hauptfigur von „Out Of
My Skin“. „Keep Beating“ beginnt mit öden Gitarrenklängen,
welche sich dann einem Rock öffnen, der Bob Seeger gefallen hätte.
Aber auch wenn in einigen Stücken der Rock’n’roll durchdringt,
sind die Klänge der Gitarre von Guido Marzorati, des Basses von Iliano
Vincenzi und des Schlagzeuges von Andrea Scarpari doch immer von der phänomenalen
Elisa Marzorati, die vom Klavier aus oft eine führende Rolle übernimmt,
ausbalanciert. „Journey Of Hope“, der 'title-track', erzählt
von einem Vater, der für seinen Sohn in einem fremden Land Wohlergehen
sucht. Die zwei unter sich sehr verschiedenen Songs „Come To A New
Land“ und „Virtual Love“ sprechen von Liebe, während
„Blooming Roots“ der verzweifelte Schrei einer sich gegenüber
aller Schwierigkeiten nie ergeben wollenden Person ist. In „A Little
Story Of War“ und in „Song From The Next World“ ist
der Bezug zu Cohen gut erkennbar. Der letzte Song, „What Can I Do?“,
beginnt mit einer klagenden Mundharmonika, die dann dem Klavier und einer
Gruppe von Frauenstimmen Platz macht.
„Journey Of Hope“ ist Musik, die auf einfachen und gleichzeitig
faszinierenden Melodien aufbaut, Musik wie man sie schon lange nicht mehr
zu hören bekam.
Die Venezianer sind schon immer grosse Reisende gewesen und Guido Marzorati,
den es in den Westen gezogen hat, bewies uns, dass er seine amerikanischen
Erfahrungen angewendet hat, (er ist in historischen Rock-Lokalen wie z.B.
„Stone Pony“ aufgetreten): „Journey Of Hope“ ist
die Summe davon, sein „Il Milione“. (LUCA VITALE)
*****
www.rootshighway.it OCTOBER
2006 - GUIDO MARZORATI & THE BLUGOS - JOURNEY OF HOPE - Velut Luna
Es gibt – zwar immer seltener
– Platten, die leider wegen ihrer beschränkten Auflage nicht
das ihnen zustehende Echo erlangen und so nur eine Entdeckung für
wenige Auserwählte werden. Ein Los, das „Journey of hope“
sicher nicht verdient. Diese faszinierende CD bestätigt das hohe
Niveau des venezianischen Songwriters Guido Marzorati, der vor einigen
Jahren im Alleingang (Gesang, Mundharmonika und akustische Gitarre) seine
Qualität als 'Storyteller' bewies.
Bei diesem neuen Projekt, mit einer Handvoll Songs, unter dem Namen „Guido
Marzorati & The Blugos“ stehen Elisa Marzorati (Klavier), Iliano
Vincenzi (Bass) und Andrea Scarpari (Schlagzeug) im Dienste der bewährten
Takamine. Der Sound erinnert uns an die Atmosphäre der berühmten
Songwriters der 70er Jahre, wo, bei permanenter Präsenz des Klaviers,
weder Rhythmus noch Gitarre überhand nehmen.
Ein Duft Kalifornien scheint aus den Lautsprechern zu strömen, wenn
wir die weiche Ballade „Virtual Love“ anhören. „Journey
Of Hope“ und „Out Of My Skin“ mit etwas agressiverem,
aber doch immer kontrolliertem Sound, wo Elisa am Klavier auf sich aufmerksam
macht, sind zwei weitere Beispiele von Guido’s kompositorischen
Fähigkeiten. Ein weiterer Beweis seiner Qualitäten gibt uns
Marzorati, unterstützt von den „Blugos“ die sicher mehr
als eine Backing Band sind, in „Song From The Next World“,
eines der besten Stücke der CD. Progressionen von Akkorden in perfektem
Songwriter-Stil, eingerahmt von einem diskreten Klavier, verzaubern und
führen uns, wenn wir die Augen schliessen, auf die andere Seite des
Ozeans in die Gegend von Los Angeles vor ungefähr 30 Jahren. In „Blooming
Roots“ wird der Rhythmus auf sehr angenehme Art belebt. „Keep
Beating“ ist, trotz der schönen instrumentalen Introduktion
mit Slide, von urbaner Natur und zeigt uns ein anderes Gesicht von Guido,
der sich nicht scheut, wenn es wie in „What Can I Do?“ gilt,
agressiver zu sein. „What Can I Do?“ führt uns ans Ende
der Reise durch diese, vom Klavier immer auf weiche Art unterstützten
Rock. Eine vorbildliche, einwandfreie Aufnahme, die bei jedem weiteren
Anhören an Stärke gewinnt und neben blasierten Übersee-Produktionen,
welchen in einigen Fällen sicher das Herz fehlt mit welchem Guido
Marzorati sein musikalisches Credo entfaltet, absolut bestehen kann.
(GABRIELE BUVOLI)
*****
“BUSCADERO”
MAGAZINE, JULY 2006 - GUIDO MARZORATI & THE BLUGOS
JOURNEY OF HOPE - Velut Luna ***
Beeinflusst von amerikanischen
Songwriters zwischen Rock und Folk, erscheint – nach seinem Debüt
im Jahr 2000 mit “Live At Home” – eine neue CD von Guido
Marzorati, in welcher seine authentischste Ader und sein wanderlustiger
Geist hervorsticht. Nach einem langen Aufenthalt in New York, wo er in
verschiedenen Lokalen – u.a. Stone Pony – aufgetreten ist,
ist Guido Marzorati stimmlich und musikalisch gereift in sein Venedig
zurückgekehrt. Dort hat er mit Freunden eine Art Reise zu den Orten
der eigenen Musik und Inspirationen eine „Reise der Hoffnung“,
wie der Titel sagt, angetreten. Die Musik ist von seiner Liebe zur amerikanischen
Musik diktiert, von Träumen welche Songs geworden sind, 10 schöne
Lieder, gespielt im Stil von Springsteen, den Autoren des Village und
von Jackson Browne.
Schüchtern und schweigsam, eher abseits des italienischen Panoramas,
welches im Namen von Springsteen einen Platz an der Sonne sucht, ist Marzorati
fast unbekannt. Schade, denn die Eleganz
seiner Kompositionen, seine romantische Stimme, die Gelassenheit der Interpretation
und die Sorgfalt mit der er die Arrangements und die Details der Songs
pflegt, machen ihn zu einem interessanten Singer/Songwriter. Er zieht
den beschwörenden Klang und die weichen Töne in den intimsten
Balladen vor, und die Gitarre wird dabei von einem grossartigen, klassisch
wirkenden Klavier begleitet – eines der herausragenden Merkmale
dieser CD.
Marzorati ist Autor der Texte und der Musik und um ihn, den Leader, hat
sich eine Gruppe von Freunden und Familienmitgliedern zusammen gefunden.
„The Blugos“ sind die erfahrene Elisa Marzorati am Klavier,
Iliano Vincenzi am Bass und Andrea Scarpari am Schlagzeug; ausserdem nehmen
Daniele Scala von den „Morblus“ (Hammond), Filippo Bonini
(Violine) und ein Vokaltrio
teil, während Francesca Palazzi als Art Director fungiert. Es lohnt
sich sie zu erwähnen, denn das
Booklet mit Texten und Fotos steht den besten angelsächsischen Produktionen
in nichts nach und
unterstreicht den Stil des Street-Balladers welchem Marzorati sich verbunden
fühlt.
Die Ballade „Journey Of Hope“, die rührende „Song
For The New World“, die mitreissende „Out Of My Skin“
mit dem Klavier von Elisa Marzorati im Vordergrund und die Springsteen-inspirierte
(wie hätte es bei diesem Titel anders sein können?) „Come
To A New Land“ gehören zu den besten Songs dieses Albums. Aber
auch die rhythmischen Stücke gefallen, z.B. „Blooming Roots“,
dann das an Little Feat erinnernde „What Can I Do?“ bis zu
dem sich überstürzenden „Complainer’s Disease“
oder dem Blues-artigen, mit Slide und dem bewährten, glänzenden
Klavier von Elisa Marzorati „Keep Beating“. Alles Stücke,
in denen der verhaltene Rocker, der eher an Jackson Browne als an die
Helden des Jersey Shore erinnert, die guten Manieren nie verliert.
Die professionell aufgenommene CD „Journey Of Hope“ hat Körper,
Seele und einen brillanten Sound. Vielleicht fehlt es Guido Marzorati
ein wenig an Biss und Härte. Wer könnte ihm das verübeln?
Man weiss, dass Venedig eine glückliche Insel ohne Verkehrsstockungen,
Autos und Metros ist (auch wenn auf der CD Hülle eine abgebildet
ist!), wo noch heute der Tagesablauf von einem Glas Wein und einem Schwätzchen
skandiert wird. (MAURO ZAMBELLINI)
*****
“VENEZIA NEWS”
MAGAZINE, JULY 2006 - GUIDO MARZORATI & THE BLUGOS - JOURNEY OF HOPE
Velut Luna
Drei Jahre nach dem ersten Album
erscheint für die italienische Etikette “Velut Luna”
(Padua) die zweite Einspielung des venezianischen Songwriters. Die Texte
der 10 Songs sind alle in englischer Sprache gehalten, wohl aus export-technischen
Gründen, um eine grössere Hörerschaft, in der durch Internet
immer mehr verbundenen Welt, zu erreichen. Beim Durchblättern des
Booklets merken wir gleich, dass wir es, wegen der Wahl der Themen, der
Fotos und der Farben, mit einer Rockmusik-CD zu tun haben. Tatsächlich
präsentiert Marzorati einen einfach anzuhörenden, melodischen
Rock in mittel-langsamem Tempo. Seine leichte und angenehm rauhe Stimme
könnte uns – mit mehr Agressivität – an den Boss
Springsteen erinnern, oder – weniger nasal – an den Minstrel
Dylan, vor allem in den Stücken „Come To A New Land“
und „What Can I Do?“, wo Marzorati sich ausser mit der Gitarre
auch mit der Mundharmonika begleitet. „Journey Of Hope“, der
Titelsong des Albums, hat uns am Besten gefallen. Es handelt sich um einen
weichen Bossa-Rock oder Rock-Bossa, je nach Gesichtspunkt des Hörers.
Von harter Wirkung ist „A Little Story Of War“, worin die
Sinnlosigkeit des Krieges und die Hoffnung, dass sich die Geschichte nicht
mehr wiederholen möge, zum Ausdruck kommt. Auch einfache Romantik
finden wir, wie in „Come To A New Land“ mit dem Refrain: „Give
me your hand, Let’s start again, Come to a new land with me“.
Neben dem Leader ist das Basic Trio “The Blugos” (Klavier,
Bass und Schlagzeug), welche die rhythmischen und mitreissenden Variationen
des Protagonisten unterstützen, zu erwähnen. (GIOVANNI
GRETO)
*****
“BUSCADERO”
MAGAZINE, SEPTEMBER, 2000 - Live at Home - Balancing Act Records.
Vor einigen Wochen spazierte ich
mit einem ortsansässigen Freund durch die Gassen von Venedig, als
klar und deutlich die Melodie von “The ghost of Tom Joad“
aus einem Campiello zu hören war.
Es war ein Sonntag im Juni und die Stadt hatte sich der Musik geöffnet
um den Sommer zu begrüssen. Dilettanten, Halbprofessionelle, Musikkapellen,
Liebhaber des Jazz, der Ethnomusik, des Rock und der Klassik füllten
die Stadt mit Heiterkeit und guten Schwingungen und liessen einen den
üblichen, lästigen Massentourismus vergessen.
Zwischen Trommeln, Saxophon’s, Kontrabässen und volkstümlichen
Gruppen aus dem Südtirol wurde meine Aufmerksamkeit von einem Jungen
in Jeans und Takamine gefesselt, der einsam auf einem Plätzchen die
Gebärden des Boss in die Lagunenstadt brachte. Eine authentische
Offenbarung, denn Guido Marzorati, dies der Name des außergewöhnlichen
venezianischen Story-tellers, zeigt sowohl auf der Gitarre, als auch mit
der stimmlichen Interpretation gutes Geschick.
Sein Repertoire ist dasjenige des 'Author Rock', und der ist bei uns in
Italien alles andere als populär.
Nachdem ich in den Besitz von Marzorati’s selbstproduzierten CD
gekommen war, wurde mir rasch klar, dass er – neben seiner grossen
Bewunderung für Springsteen – ein viel versprechender Songwriter
ist, der sich mit seinem Set auch in einem Kaffee von Bleecker oder Mac
Dougal Street im Greenwich Village, auf der anderen Seite des Atlantik,
gut machen würde. Sein Stil ruft Sänger vom Village, wie Steve
Forbet und Willie Nile aus den späten Siebzigerjahren in Erinnerung
und seine Kompositionen haben die Eindringlichkeit und die Farben der
Musikszene der East Coast.
In seinen Liedern – und die CD “Live at home“ beweist
dies – gibt es keine, für die akustische Folkmusik so typischen,
Flachheiten: Marzorati gelingt es mit Selbstverständlichkeit seinen
Rock, auch nur mittels Takamine und Mundharmonika, mit unmissverständlicher
Kraft zu füllen.
Marzorati greift seine Songs nie zu intim an, auch wenn er von Liebe und
von kleinen Alltäglichkeiten des Lebens spricht; seine Stimme ist
nie klagend und seine Gitarre spielt er lebendig, energisch, sauber und
präzise.
“Live at home“ ist eine Eigenproduktion welche einerseits
die Qualität des Autors und andrerseits seine Unternehmungslust zeigt.
“Live at home“ ist tatsächlich in einer spielerischen
Direktaufnahme zu Hause entstanden (ausgezeichnet übrigens, mit Hilfe
von Michele Saviolo am Mixer) und für die Liveathmosphäre sorgten
Freunde und Freundinnen. Mit dieser Einspielung hat Marzorati dann die
CD hergestellt, die er noch mit einem glänzenden Booklet versehen
hat. Die Texte der Songs und die wunderschönen Fotos in düster-bläulichen
Tönen geben die Stimmung der Musik ausgezeichnet wieder, eine Stimmung
welche der nächtlichen helldunkel Atmosphäre und des “Niemandslandes“
der grossen Dylan-Springsteen gerecht werden.
Der Junge scheint nicht zu wissen was Langeweile ist, und er “rockt”
mit seiner akustischen Gitarre wie ein echter Amerikaner.
Die CD hat absolut professionelles Niveau. Sie gibt ein aufschlussreiches
Bild von Marzorati’s bitter-poetischem Rock und seiner Liebe für
diese musikalische Landschaft, die in Italien oft vernachlässigt
wird.
Diese 10 Songs für Gitarre, Gesang und Mundharmonika zusammen mit
der Persönlichkeit von Marzorati, der mit dem Herzen im Village ist
und mit dem Blick in der Lagune, verdienen unbedingt entdeckt zu werden.
Die Titel der Lieder sind “Time to choose“, “Work in
progress“, “From the stables to the stars”, “Wavelenght“
(aber Van Morrison hat nichts damit zu tun), “The night alone”,
“Tight-rope walker”. (MAURO ZAMBELLINI)
*****
BLUGOS FOTOS
BLUGOS CD's
|